KAC Handball

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Der KAC-Nachwuchs

Montag

MIX U8 + U10 (Jg. 2014 und jünger) 17:00 – 18:30 Uhr

MU16 / MU18 (Future Team) 18:30 – 20:00 Uhr

Dienstag

MU11 (Jg. 2011 – 2013) 17:00 – 18:15 Uhr

MU13 (Jg. 2009 – 2010) 18:15 – 19:30 Uhr

MU16 / MU18 (Future Team) 19:30 – 21:00 Uhr

Mittwoch

WU13 (Jg. 2009 – 2010) 17:00 – 19:00 Uhr

Donnerstag

MIX U8 + U10 (Jg. 2014 und jünger) 17:00 – 18:15 Uhr

MU13 (Jg. 2009 – 2010) 18:15 – 19:30 Uhr

MU16 + MU18 (Future Team) 19:30 – 21:00 Uhr

Freitag

MU11 (Jg. 2011 – 2013) 17:00 – 18:30 Uhr

MU16 + MU18 (Future Team) 18:30 – 20:00 Uhr

Turnier 14.06.2022 St. Veit an der Glan

Der KAC als Handball-Pionier

Seit 1921 gibt es Handball beim KAC. Genau genommen sind drei Abschnitte zu beobachten: Bis 1965 wurde Großfeldhandball gespielt, wobei der letzte Meister KAC hieß. Dann wurde Kleinfeldhandball (mit dem KAC als erstem Titelträger) vorwiegend auf Asphaltplätzen (1962 bis 1974) gespielt. Ein Jahr später feierte dann der Hallenhandball seinen Einzug. 1989 verpasste der KAC als Kärntner Meister den B-Liga-Aufstieg nur knapp, stieg dann später in einer Spielgemeinschaft mit mit ASKÖ-SVVW und HCK bis in die A-Liga auf.

Nachdem 1926 der Kärntner Handballverband gegründet und erste Meisterschaften  –  mit dem KAC  –  ausgetragen wurden, gab es bereits Anfang der 30-iger Jahre die ersten Titel für den KAC.

1945 waren es neun KAC-ler (der 11 Teamspieler), welche die Kärntner Handball-Auswahl in Linz zum sensationellen 15:7-Erfolg über Favorit Oberösterreich führten. Mit dabei vom KAC u. a.: Reichel, Koutny, Th. Steiner, Schützelhofer,…

Im Jahr 1946 wurde der KAC, mit den Torhütern Schaschl und Wagner, Sagmeister, Axmann, Schützelhofer, etc. Vizestaatsmeister. Nach Siegen, u. a. über den Wiener Sportclub (10:7) erst im Finale gegen den GAK (4:7) verloren. Als einer der wenigen Kärntner Vereine forcierte der KAC ganz besonders den Nachwuchs.

Von 1946 bis 1952, in sieben Jahren wurden vom KAC fünf Landesmeistertitel geholt.  Auch die Damenmannschaft und die Jugend war in dieser Zeit sehr erfolgreich. Bereits 1947/8 startete Josef „Papa“ Köpf ein österreichweit einzigartiges Projekt der Nachwuchsarbeit. Über 100 Jugendliche trainierten unter seinen Fittichen drei bis viermal wöchentlich (für damalige Verhältnisse geradezu sensationell oft!). Es war die Geburtsstunde der legendären KAC-Jugend, die nicht nur in Österreich, sondern  im gesamten deutschsprachigen Raum als unschlagbar galt.

KAC Handball Kärntner Meister 1952/53
Kärntner Meister 1952/3 – KAC: stehend v.l.: Sektionsleiter Georg Ötterer, Schmautzer, Mikosch, Schützelhofer, Axmann, Stephan, Pack, Stöhr; hockend: Ebner, Krovath, Schaschl, Sagmeister, Schütz

In den Nachkriegsjahren stellte der KAC jeweils immer mehrere Teamspieler ab, welche auch bei den Großfeld-Weltmeisterschaften nicht nur zum Einsatz kamen, sogar spielbestimmende Persönlichkeiten, wie z. B. Heini Sagmeister, Sagmeister begann seine Laufbahn eigentlich als Fußballer, kam nur durch Zufall zum Handball, nachdem er für einen verhinderten Spieler einsprang. Zahlreiche Meistertitel und Einberufungen in die Kärntner Auswahl. Außerdem verzeichnete er 27 Einberufungen in die Nationalmannschaft.

1953/54 mit stark verjüngter KAC-Mannschaft nochmals Meister. Als ab ca. 1954 Jahr für Jahr, oft sechs bis acht Spieler aus Studiengründen gleichzeitig in die Universität-Städte Graz, Wien, etc. abwanderten, dauerte es bis 1959 – damals stellte der Mehrspartenklub SK Austria, aufgrund der Übersiedlung vom Sportplatz am Messegelände ins Stadion Waidmannsdorf, mit Ausnahme der Fußballsektion alle Sektionen ein und ca. 20 Austria-Handballer übersiedelten zum KAC –  bis der KAC wieder zwei Männer- und drei Nachwuchsteams für den Meisterschaftsbewerb stellte.

KAC - 1. Kleinfeldmeister von Kärnten. Stehend v. l.: P. Fink, Pfeistlinger, Schmid, Salomon, Aschenbrenner, B. Mikosch, Stöhr; hockend: Unterberger, Locker, Herzele, Saremba, Seebacher, H. Domenig
KAC - 1. Kleinfeldmeister von Kärnten. Stehend v. l.: P. Fink, Pfeistlinger, Schmid, Salomon, Aschenbrenner, B. Mikosch, Stöhr; hockend: Unterberger, Locker, Herzele, Saremba, Seebacher, H. Domenig
KAC Handball - Großfeldmeister 1965
Großfeldmeister 1965 – KAC: stehend v.l.: Seebacher, Pfeistlinger, Pack, Auer, Spielertrainer Willy Winter, Salomon; hockend: H. Domenig, Lackner, Kepplinger, Aschenbrenner, Stöhr

1959/60 stieg die aus älteren, erfahrenen KAC-Spielern (u. a. Sagmeister, Schützelhofer, Ebner, Axmann, …) und Austria-Neuzugängen (Salomon, Vorderegger, Frühauf, Koch, Pfeistlinger, …) gebildete KAC II-Mannschaft in die Kärntner Liga auf danach startete der KAC als einziger Kärntner Klub noch die letzten Großfeld-Saisonen gleich mit zwei Männer-Teams in der höchsten Landesspielklasse

Ab Anfang der 60-ziger Jahre verlor der Großfeld-Handball immer mehr an Bedeutung, Kärnten hatte keine Hallen und so war es wieder einmal der KAC, der federführend bei der Einführung der Kleinfeldbewerbe  (später auf Asphaltplätzen) agierte. 1962/63 holte sich der KAC den 1. Kärntner-Kleinfeldtitel.

1963 – 1970  wurden acht  „KAC-Handball-Pfingstturniere“,  die größte Kleinfeld-Veranstaltung Öster-reichs mit Mannschaften aus 6 Bundesländern und europaweit bekannten Vereinsteams aus neun (!) Nationen ausgerichtet.  Es war jahrelang das Ereignis, das auch von einer breiten Öffentlichkeit zur Kenntnis genommen wurde.

1966 - ein eiziges Mal konnte der KAC das von ihm veranstaltete Pfingstturnier selbst gewinnen. Stehend v.l.: Fendrich, Winter, Preiss, Pfeistlinger; hockend: H. Domenig, G. Domenig, Aschenbrenner
1966 - ein eiziges Mal konnte der KAC das von ihm veranstaltete Pfingstturnier selbst gewinnen. Stehend v.l.: Fendrich, Winter, Preiss, Pfeistlinger; hockend: H. Domenig, G. Domenig, Aschenbrenner
1966 stehend v.l.: Sektionsleiter Günter Pfeistlinger, Sotelsek I, Salomon, Hafner, Seebacher, Pokorny,Thurow, Trainer Friedl Saria; hockend: Sotelsek II, Prohazka, Lätzsch, Fink
1966 stehend v.l.: Sektionsleiter Günter Pfeistlinger, Sotelsek I, Salomon, Hafner, Seebacher, Pokorny,Thurow, Trainer Friedl Saria; hockend: Sotelsek II, Prohazka, Lätzsch, Fink

1965 holte sich der KAC unter Spielertrainer Willy Winter (früher Westwien) den letzten ausgespielten Großfeld-Meistertitel und parallel dazu den erstmals ausgetragenen Senioren-Kleinfeldtitel von Kärnten.

Ebenfalls 1965: im Herbst kam es noch einmal (zum letzten Mal) zu einem Großfeld-Bundesländerspiel. Im KAC-Stadion standen sich die Auswahlen von Kärnten mit elf der 14 Spieler vom KAC und der Steiermark gegenüber und es gab einen knappen 17:16 Kärntner Erfolg.

1966 gelang es dem damaligen KAC-Handball-Sektionsleiter, dem späteren hautberuflichen Sekretär der Athletiker, Günter Pfeistlinger mit der Getränkeindustrie Hubert Fein aus Oberösterreich den ersten Sponsorvertrag eines Handballvereines mit Namensänderung  (sieht man von Betriebssportvereinen ab !) auf die Beine zu stellen.  Die kommenden fünf Jahre traten alle fünf Mannschaften der Handballer aus der Magazingasse als „KAC/Schartner Bombe“ an.

Neben Erfolgen auf Landesebene –  1969 der Männer-Cupsieg, 1970 der Liga-Titel  –  waren die KAC-Funktionäre aber auch international aktiv und erfolgreich. Nachdem bereits 1964 Kontakte über die Klagenfurter Partnerstadt Wiesbaden zu zahlreichen Turnieren in beiden Städten geführt hatten, aber auch engen, noch bis heute auf privater Basis vieler Alt-KAC’ler aufrechten Freundschaft mit Sportfreunden der TuS „Eintracht“ Wiesbaden folgten zahlreiche Auslandsstarts der KAC-Handballer  –  neben Wiesbaden, München, Berlin, in Barcelona, Rom, Budapest, Prag, St. Gallen und ganz Jugoslawien.

1969, mit Gründung des „Handball-Karawankencups“  mit Mannschaften aus Slowenien und der Steiermark gelang dem KAC ein ganz bedeutender Impuls für den Kärntner Handballsport.  Mehrere Jahre wurde um den LH-Wanderpokal in Meisterschaftsform gespielt  –  sehr wichtig für Kärnten, das nach wie vor als einziges Bundesland (!) ohne Halle dastand !

1970 wurde KAC/Schartner Bombe  –  geführt von Spielertrainer Michael Wilhelm (Teamspieler von Westwien)  –  Kärntner Kleinfeldmeister (10:2 im Entscheidungsspiel  gegen HC Klagenfurt), wobei der spätere Teamtormann und Studenten-Vizeweltmeister Günther Lätzsch überragte, aus Studiengründen aber anschließend zum ATSV Innsbruck in die A-Liga wechselte.

1971: Nachdem schon länger stand fest, dass ab 1972 Hallen-Handball – 1936 zuletzt Großfeld bei Olympia – wieder olympisch wird  –  wechselten acht Spieler der KAC-Meistermannschaft nach Waidmannsdorf, wo ihnen nicht nur ein Asphaltstadion mit Flutlicht in Aussicht gestellt (auch sofort umgesetzt !)  wurde, weiters der Bau einer Handballhalle im Schulzentrum in St. Ruprecht  (Dezember 1974 eröffnet !)

Unter den Sektionsleitern Michael Locker und dann Michael Pasterk konzentrierte sich der KAC danach wieder speziell auf die Jugendarbeit. Viele Landesmeistertitel, aber auch große Erfolge bei den Staatsmeisterschaften waren der verdient Lohn. Dennoch: der KAC blieb eine Ausbildungsstätte für Handball-Talente, welche später bei Vereinen in ihren Studienorten, aber auch bei den anderen Kärntner  (A- und B-) Ligaklubs und sogar im Nationalteam Karriere machten  –  wie z. B. Georg Seebacher, der lange Jahre  –  als Spieler von ATSE/ Waagner Biro  –  auch Nationalteam-Kapitän war  (bis 1989)

1984 wollte man nochmals einen Anlauf nehmen. Die blutjunge KAC-Truppe nahm als Kärntner Meister an den B-Liga-Aufstiegsspielen teil, scheiterte aber im letzten von fünf Spielen nur knapp. Danach blieb es bei Nachwuchserfolgen. Bis um die Jahrtausendwende dann mit allen Mannschaften der Einstieg in eine Spielgemeinschaft mit den beiden anderen Klagenfurter Vereinen  –  ASKÖ-SVVW und HC Klagenfurt, als HV Kärnten  –  gewagt wurde.  Im zweiten Jahr gelang der Aufstieg in die A-Liga, aber leider hat seit 2001 der KAC keine eigene Mannschaft mehr in Bewerben des Kärntner Handball Verbandes am Start. Eine Spielgemeinschaft mit dem HC Klagenfurt als HV Kärnten erinnert noch an die glorreiche KAC-Handballzeit. Zur Jahrtausendwende war es dem HVK, dem Zusammenschluss KAC, ASKÖ-SVVW und HC Klagenfurt, unter Trainer Lino Cervar im zweiten Bestandsjahr letztmalig gelungen, in die A-Liga aufzusteigen.

Kärntner Kleinfeldmeister 1970

Kärntner Kleinfeldmeister 1970 (stehend v.l): Sektionsleiter Günter Pfeistlinger, Hafner, Unterberger, Grote I, Henrich, Köraus, Thurow, Schreier; hockend: Spielertrainer Wilhelm, Grote II, Lätzsch, Petschacher, Pflegerl, Loibnegger
Kärntner Kleinfeldmeister 1970 (stehend v.l): Sektionsleiter Günter Pfeistlinger, Hafner, Unterberger, Grote I, Henrich, Köraus, Thurow, Schreier; hockend: Spielertrainer Wilhelm, Grote II, Lätzsch, Petschacher, Pflegerl, Loibnegger